Bestandsgeschichte
Der Verein für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern e.V. wurde am 10.11.1899 als Verein für Geschichte und Altertumskunde Haltern gegründet. Der vorliegende Aktenbestand des Vereins für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern e.V. enthält Dokumente aus dem Zeitraum zwischen 1899 und 2010. Er enthält auch Dokumente aus dem Bestand des vereinseigenen, ehemaligen Römisch-Germanischen Museums Haltern (1901 – 1939).
Aus der Zeit von 1899 bis 1970 sind nur relativ wenige Akten vorhanden. Die Gründe für die anzunehmenden Aktenverluste sind nicht bekannt.
Während des 3. Reiches wurde der Verein für Altertumskunde und Heimatpflege gleichgeschaltet. Ab 1939 ruhte die Vereinstätigkeit weitgehend. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte eine Neugründung am 22. Januar 1948. Aus diesem Grund weist der Bestand in dieser Zeit eine zeitliche Lücke auf. Es liegen keine Informationen darüber vor, welche Akten im Zusammenhang mit der NS-Zeit und dem zweiten Weltkrieg verloren gegangen bzw. vernichtet worden sind. Es ist davon auszugehen, dass der Bestand nicht mehr zu schließende Lücken aufweist.
Den überwiegenden Anteil im Bestand stellen Akten ab dem Jahr 1970.
Lagerung des Bestandes und Inhalt
Der Bestand wurde bis zur Einlagerung in die Stadtbücherei Haltern am See im November 2010 jeweils in den Privatwohnungen des Vereinsvorsitzenden bzw. des Schriftführers untergebracht. Es ist nicht sicher, ob beim Aktenübergang (beim Tod des Vorsitzenden) die Akten vollständig an den jeweiligen Nachfolger übergeben wurden.
1976 wurde erstmalig ein hauptamtlicher Sachbearbeiter für das städtische Museum und das Stadtarchiv Haltern eingestellt (Georg Nockemann). Nach seiner Wahl zum 1. Vorsitzenden des Vereins (am 12.12.1977 ) wurden die Akten des Vereins im Stadtarchiv bzw. im nicht mehr existenten städtischen Heimatmuseum in der Goldstraße verwahrt. Nach der Abwahl Georg Nockemanns als Vereinsvorsitzender wurden die Akten an dessen Nachfolger Heinz Prohl übergeben.
Die damalige Übernahme ist die einzige, die in einem Übergabeprotokoll vom 13. März 1998 dokumentiert wurde (in Akte 0053). Nach dem Tode Heinz Prohls (2006) wurde der Bestand durch Franz-Josef Kalfhues weitergeführt.
Die für die Aktenlagerung verantwortlichen Vereinsvorsitzenden (Schriftführer) sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. Zumindest in den letzten 10 Jahren führten die Schriftführer zusätzliche Handakten, die in unregelmäßigen Zeitabständen dem Bestand zugeführt wurden.
Jahr |
1. Vorsitzender |
2. Vorsitzender (Beisitzer) |
Schriftführer |
Kassierer |
10.11.1899 |
Vereinsgründung |
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1899 |
Dr. Conrads |
Emil Callenberg |
Josef Starkmann (Rektor) |
Josef Starkmann (Rektor) |
1907 |
Eröffnung des vom Verein gebauten und unterhaltenen Römisch Germanischen Museums Haltern |
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1911 |
Dr. Conrads |
Wilking (Rektor) |
Josef Starkmann (Rektor) |
Josef Starkmann (Rektor) |
1914-1915 |
Keine Vereinsaktivitäten |
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1929 |
Dr. Conrads |
Helweg (Pfarrer) |
Josef Starkmann (Rektor) |
Josef Starkmann (Rektor) |
1930 |
Dr. Conrads |
Johannes Grüter (Dechant) |
Josef Starkmann (Rektor) |
Josef Starkmann (Rektor) |
1931 |
Dr. Conrads |
Johannes Grüter (Dechant) |
+ Josef Starkmann (Rektor) - Wahl: Konrektor König |
+ Josef Starkmann (Rektor) - Wahl: Bernhard Austermann (Rektor) |
1932 |
Dr. Conrads |
Johannes Grüter (Dechant) |
König (Konrektor) |
Bernhard Austermann (Rektor) |
ab 1933 |
Gleichschaltung des Vereins während der NS-Zeit (Keine Vorstandswahlen bis zur Neugründung, "Ernennung" von Vorstandsmitgliedern) |
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nach 1933 |
Dr. Conrads |
Johannes Grüter muss Amt niederlegen |
Vinzenz Bley muss Amt niederlegen |
Bernhard Austermann (Rektor) |
Durch die politischen Verhältnisse wurde der Verein 1937 dazu gezwungen sich neu zu organisieren. Er wurde in eine „Römisch -Germanische und eine Heimatkundlich/ Heimatpflegerische Abteilung aufgeteilt Beide Abteilungen wurden durch eigene (Unter)Vorsitzende geführt. Die Heimatkundliche Abteilung wurde von Philipp Schaefer, die Römisch-Germanische Abteilung von Oberstudienrat Heinz Hahmann geleitet. Diese Aufteilung führte nicht nur zu einer Neuausrichtung, sondern [später ?] auch zu einer Umbenenneug des Vereins in: Verein für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern e. V. |
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1939 |
Dr. Conrads |
NN |
NN |
Bernhard Austermann (Rektor) |
5.Juni 1939 |
Übergang des Römisch Germanischen Museums Haltern in den Besitz der Stadt Haltern. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Vereinsaktivitäten stark zurückgefahren. Erst Ende 1947 wurde der Verein wiederbelebt. |
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22.01.1948 Neugründung |
Oberstudienrat Heinz Hahmann (bis 1963) |
Entsprechend der der zum Zeitpunkt dieser Akten-Erfassung gültigen Satzung besteht der Vorstand des Vereins für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern e.V. aus:
Ein weiteres Organ des Vereins ist ein „Erweiterter Vorstand“ bestehend aus 5 Beisitzern, deren Aufgaben in der aktuellen Satzung des Vereins nicht definiert sind. Auf eine detaillierte Auflistung dieser Personen wird an dieser Stelle verzichtet. |
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19.06.1963 |
Adolf Backmann |
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10.04.1975 |
+ Adolf Backmann / Karl Kock (komm.) |
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1976 |
Karl Kock (komm.) |
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1977 |
Georg Nockemann |
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1986 |
Georg Nockemann |
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22.01.1987 |
Heinz Prohl |
Georg Nockemann |
Franz-Josef Kalfhues |
Bernhard Paris |
1993 |
Eröffnung des Westfälischen Römermuseums Haltern (getragen vom Landschaftsverband Westfalen Lippe) |
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2006 |
+ Heinz Prohl |
Bernhard Köster |
Franz-Josef Kalfhues |
Werner Wiens |
2007 |
Franz-Josef Kalfhues komm. |
Bernhard Köster |
Franz-Josef Kalfhues |
Werner Wiens |
2008 |
Franz Schrief |
Bernhard Köster |
Franz-Josef Kalfhues |
Werner Wiens |
Auf die Darstellung jeder einzelnen personelle Veränderung im Vorstand wird verzichtet.
Der Aktenbestand des Vereins für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern e.V. wurde November 2010 vom früheren Vorsitzenden und aktuellen Schriftführer des Vereins (Franz-Josef Kalfhues) in die Stadtbücherei Haltern am See überführt.
Aus den Akten gehen die Geschäftsgänge und Tätigkeiten des Vereins hervor. Die Akten enthalten hauptsächlich:
Einsicht in den Bestand (ab Sommer 2011)
Die Akten können während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei Haltern am See durch die Vereinsmitglieder eingesehen werden. Vereinsmitglieder werden in diesem Fall gebeten, sich an den Büchereileiter zu wenden. Der Vorstand des Vereins entscheidet über die Einsichtnahme von Nicht-Vereinsmitgliedern.
Zur Einsicht werden nur Akten herausgegeben, die mindestens 5 Jahre alt sind.
Ordner mit Zeitungsartikeln und Publikationen unterliegen keiner Sperrzeit.
Haltern am See im Februar 2011 - Fabian Zagefka (Dipl. Archivar)