Veröffentlichungen (Auswahl)
De legione Romanorum X Gemina. Dissertation an der Universität Leipzig, 1885. Digitalisiert im Internet-Archiv.
mit Ludwig Pallat: Römische Funde aus Wiesbaden. 1898
Das frührömische Lager bei Hofheim i.T. Ausgrabungs- und Fundbericht. Wiesbaden 1905, (Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, 34, 1904).
Römische Baureste auf der Rentmauer bei Wiesbaden. In: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung. Band 35, ca. 1906, S. 264–279.
Toranlagen römischer Kastelle des ersten nachchristlichen Jahrhunderts. In: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung'. Band 36, ca. 1907, S. 1–14.
Das Kastell Wiesbaden. Petters, Heidelberg 1909 (Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. B, Bd. 2,4, Kastell 31).
Das frührömische Lager bei Hofheim im Taunus. Bechtold, Wiesbaden 1913 (Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, 40, 1912).
Legio. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Band XII,1, 1925
Die kaiserlichen Beamten und Truppenkörper im römischen Deutschland unter dem Prinzipat. Mit Benutzung von E. Ritterlings Nachlass dargestellt von Ernst Stein. Seidel, Wien 1932 (Beiträge zur Verwaltungs- und Heeresgeschichte von Gallien und Germanien, 2).
Fasti des römischen Deutschland unter dem Prinzipat. Seidel, Wien 1932 (Beiträge zur Verwaltungs- und Heeresgeschichte von Gallien und Germanien, 2).
mit Ernst Fabricius: Das Kastell Bendorf. Petters, Heidelberg 1937 (Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. B, Bd. 1, Kastell 1).
Das Kastell Nieder-Bieber. Petters, Heidelberg 1937 (Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. B, Bd. 1, Kastell 1a).
Quelle: Wikipaedia
Emil Ritterling
(* 20. Dezember 1861 in Leipzig; † 7. Februar 1928 in Wiesbaden)
Emil Ritterling war ein deutscher Althistoriker, provinzialrömischer Archäologe und Streckenkommissar der Reichs-Limes-Kommission.
1885 promovierte Emil Ritterling an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über die Legio X Gemina. Von 1887 bis 1891 arbeitete er in Berlin als Bibliothekar. Seit 1892 wirkte Ritterling als Privatgelehrter in Wiesbaden, wo er von 1899 bis 1911 und von 1915 bis 1923 auch Direktor des Landesmuseums Nassauischer Altertümer in Wiesbaden, heute Hessisches Landesmuseum, war. Nach 1899 arbeitete er an den Ausgrabungen in Haltern mit. Zwischenzeitlich – von 1911 bis 1914 – leitete er als Direktor die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt am Main. Zusätzlich war er von 1897 bis 1912 als Streckenkommissar für die Reichs-Limes-Kommission tätig. Als solcher leitete er unter anderem die Ausgrabungen in den Kastellen Niederbieber, Bendorf und Wiesbaden.
Grundlegend war Ritterlings Artikel Legio, der 1925 in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (Band 12,1) erschien und bis heute als ein Standardwerk der römischen Militärgeschichte gilt. Fundamental auch seine Arbeit zum Kastell Hofheim, die heute immer noch eines der am häufigsten zitierten Werke über römische Keramik des 1. Jahrhundert n. Chr. in den Nordwestprovinzen ist.
Emil Ritterling war Ehrenmitglied des Altertumsvereins Haltern.